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StS Wiedmann-Mauz in Geislingen

5. Juli 2017 „Pflege in Deutschland“ war das Thema der Diskussionsveranstaltung mit der Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit, Annette Wiedmann-Mauz MdB, in Geislingen. Gesundheit spüren wir erst, wenn sie nicht mehr da ist. Deshalb richtete ich zu Beginn der Veranstaltung, die Frage an die Staatssekretärin, wie wir die Herausforderung Pflege in unserer Gesellschaft meistern können. Hierzu nannte sie verschiedene Ansatzpunkte. In erster Linie müsse die Attraktivität der Pflegeberufe gesteigert werden. Hierfür sei eine Flexibilisierung nötig, die eine gute Kombinationsmöglichkeit mit Familien zulasse und durchgängige Arbeitsfähigkeit ermögliche. Zudem müssten die Pflegegrade nachverhandelt werden und die Entbürokratisierung voran gebracht werden. Letzteres fordere die Union seit langem. Auch neue Technologien könnten die Arbeit erleichtern. „E-Health soll dabei unterstützen den Pflegealltag zu meistern, darf den Mensch als Pflegekraft aber nicht ersetzen“, betonte Annette Wiedmann-Mauz in diesem Zusammenhang. Im Anschluss an ihren kurzen Vortrag hatten die eingeladenen Vertreter von Pflegeberufen, Krankenhäusern und Ärzten die Gelegenheit Fragen zu stellen. Dabei mahnten die Redner an, dass im Hinblick auf Entbürokratisierung der Umstieg von Papier auf IT schrittweise erfolgen müsse, dass bei der Umstellung der Pflegestufen zu wenig Geld bei den Pflegenden hängen bleibe, und dass Pflegefachkräfte im Vergleich zu anderen Branchen ein zu niedriges Grundeinkommen hätten. Die Staatssekretärin entgegnete in Punkto Einkommen, dass grundsätzlich eine faire Bewertung von Branchen und Berufen erfolgen müsse und dass es immer eine Frage sei, was die Gesellschaft bereit sei für ein Produkt zu zahlen. Das Pflegeberufgesetz solle zudem ein Lösungsansatz für Gehaltsprobleme sein.
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