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09.03.2017, 14:15 Uhr
Hermann Färber begrüßt Nachbesserung bei der Wohnimmobilienkreditrichtlinie
„Ich begrüße die geplante Anpassung der Vorschriften zur Umsetzung der EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie“, erklärt der Bundestagsabgeordnete Hermann Färber (CDU).

Immer öfters klagen Senioren sowie junge Familien, dass die nationalen Regelungen zur Umsetzung der EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie die Gewährung eines Kredites, um damit Wohneigentum zu schaffen, die Substanz des Wohneigentums zu ertüchtigen oder die Immobilie an die geänderte Lebenssituation anzupassen, verhindern. Dies liegt an den schärferen und strengeren Vorschriften, die mit der Wohnimmobilienkreditrichtlinie entstanden sind.

Eigentlich wollte die EU mit dieser Richtlinie eine mögliche Immobilienblase verhindern. „Allerdings ist man dabei übers Ziel hinausgeschossen“, so Färber. „Entstanden ist nämlich auch eine Art Kreditklemme für Rentner und junge Familien“, kritisierte der Parlamentarier.

So konnten Personen in bestimmten Lebenslagen nur unter erschwerten Bedingungen ein Darlehen  bekommen, wenn sie beispielsweise einen altersgerechten Umbau ihrer Wohnung durchführen wollten, der Kredit jedoch aus Sicht der EU-Richtlinie nicht innerhalb der statistischen Lebenserwartung zurückgezahlt werden kann, auch wenn das voraussichtlich verbleibende restliche Darlehen durch den Wert einer Immobilie abgedeckt ist.

„Nach vielen Gesprächen in meinem Wahlkreis hat sich gezeigt, dass vornehmlich ältere Menschen und junge Familien bei der Kreditvergabe von dieser Problematik betroffen sind, weil die Kreditinstitute wegen der Wohnimmobilienkreditrichtlinie Kreditanträge nach strengeren Maßstäben als bislang bewerten müssen“, legte Färber dar.

Der Böhmenkircher Bundestagsabgeordnete sagte überdies, dass auf Dauer Darlehen nur gewährt werden durften, wenn die regelmäßigen Einnahmen eines Darlehensnehmers zur Rückzahlung ausreichten.

Nach den Worten von Färber durfte der Wert einer Immobilie in diesem Zusammenhang auch nicht mehr als dingliche Sicherheit berücksichtigt werden. Ein Erschwernis war auch der große Bürokratieaufwand, der den Banken durch die Wohnimmobilienkreditrichtlinie auferlegt worden ist. „Insoweit begrüße ich die Nachbesserung bei der EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie“, so Färber.