„Wahlfreiheit der Eltern für Betreuungsangebote erhalten“

Staatssekretär Volker Schebesta MdL zu bildungspolitischen Diskussion in Süßen

Volker Schebesta MdL stand vor kurzem in Süßen gerne für eine bildungspolitische Diskussion mit Hermann Färber MdB und Interessierten zur Verfügung.
Volker Schebesta MdL stand vor kurzem in Süßen gerne für eine bildungspolitische Diskussion mit Hermann Färber MdB und Interessierten zur Verfügung.

„Bildungspolitik ist zwar in erster Linie Landessache, dennoch beschäftigt es die Menschen im Landkreis wie kaum ein anderes“, führte Hermann Färber in die Veranstaltung ein. „Bildung macht einen großen Teil des Erfolgs aus – und zwar den Erfolg des Einzelnen sowie den Erfolg eines Landes“, erklärte der CDU-Bundestagsabgeordnete weiter.

„Für beides müssen wir die Weichen legen. Und zwar unabhängig von Herkunft, Einkommen oder Bildungsstand der Eltern. Alle Kinder in Deutschland sollen die beste verfügbare Bildung und Ausbildung erhalten. Dabei gilt es, die Stärken und Fähigkeiten zu fördern und bei Schwächen zu helfen und zu unterstützen“, unterstreicht Färber. „Dazu halten wir am Prinzip der Wahlfreiheit fest: Die Eltern sollen aus den vielfältigen Angeboten wählen und über den bestmöglichen Bildungsweg für ihr Kind entscheiden können“, erläuterte Hermann Färber am Mittwoch in Süßen. Im Mittelpunkt müsse dabei immer das Wohl des Kindes stehen, findet der Bundestagsabgeordnete für den Kreis Göppingen.

 

„Eine Umfrage belegt, dass 70 Prozent der Eltern in Deutschland Ganztagesschulplätze wünschen, um über den Umfang ihrer beruflichen Tätigkeit und die Zeit mit der Familie frei entscheiden zu können“, so Färber. „In den kommenden Jahren wird es deshalb verstärkt darum gehen, die freiwillige, aber verlässliche Ganztagesbetreuung für Schulkinder bedarfsgerecht – auch in den Schulferien – auszubauen. Aus diesem Grund wird es einen neuen Rechtsanspruch auf bedarfsgerechte Betreuung geben“, so der Parlamentarier. 

 

Gemeinsam mit rund 30 Interessierten folgte Hermann Färber den Ausführungen des Staatssekretärs im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, Volker Schebesta MdL. Der Bildungsexperte plädierte ebenfalls dafür, Kindern das an die Hand zu geben, was für die Bewältigung ihres Lebens wichtig sei. In diesem Zusammenhang spiele auch die Gleichwertigkeit von dualer und akademischer Bildung eine große Rolle. Während für Grün-Rot im Land die Erhöhung der Abitursquote im Vordergrund stand, betonte er die Qualität der beruflichen Ausbildung. „Gerade bei Fachkräften in so genannten MINT-Berufen, ist das auch längst keine Geldfrage mehr“, weist der Staatssekretär hin und argumentiert, dass Fachkräfte in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik längst mehr verdienen würden als die meisten Akademiker.

 

Damit die Kinder jedoch gut ausgebildet werden könnten, bräuchten sie eine gute Schulbildung. „Einer der Schlüssel zu beruflichem Erfolg stellen qualifizierte Lehrkräfte dar“, verdeutlicht Schebesta. Hier setze das Land derzeit an. Ab 1.1.2019 gebe es zum Beispiel eine neue Struktur für Lehrerfortbildungen. Außerdem habe sein Ministerium eine Schulbau-Forderung auf den Weg gebracht, die Sanierungen ermögliche und angemessene Lern- und Lehrbedingungen schaffe. „Zudem setzen wir auf Digitalisierung. Hier hoffen wir auf möglichst viel Mittel aus dem Programm des Bundes für die Länder“, so Schebesta in Richtung Färber, bevor sich eine sachliche Diskussion mit zahlreich erschienenen Interessierten zu verschiedenen bildungspolitischen Themen anschloss. 

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