Der Wald als Klimaschützer

Waldrundgang mit dem baden-württembergischen Landwirtschaftsminister Peter Hauk MdL

Unter der fachlichen Leitung der Gräflich-Rechbergschen Forstverwaltung in Donzdorf habe ich kürzlich mit meinem Kollegen Peter Hauk an einer Waldbegehung teilgenommen. Im Fokus des Rundgangs stand die Rolle des Waldes als Klimaschützer. Unsere Wälder sind nämlich Wasserspeicher, Luftfilter, Lebensraum für Tiere und Pflanzen, Arbeitgeber für über 1 Millionen Menschen, Rohstofflieferanten, Erosionsschützer, Erholungsraum für uns Menschen und gleichzeitig CO2-Senke.

Deutschlands Wälder speichern 58 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr, durch Holzverwendung werden jährlich weitere 69 Millionen Tonnen CO2 gebunden. Die Ökosystemleistungen des Waldes sind damit enorm - und das sind auch Herausforderungen, denen sich der Erhalt und die Bewirtschaftung des Waldes gerade stellen muss. Klimawandel, Trockenheit, Schädlinge und andere Kalamitäten haben zu massiven Waldschäden geführt. Gleichzeitig steigen die Zahl und die Intensität gesellschaftlicher Anforderungen und Ansprüche an den Wald.

Die Waldzustandserhebung 2020 war die schlechteste seit 1984 – drei Viertel des Waldes in Deutschland ist geschädigt. Extremwetterereignisse haben in den letzten drei Jahren am Wald und in den Forstbetrieben einen volkswirtschaftlichen Gesamtschaden von rund 13 Mrd. Euro verursacht. Unsere Waldbauern leisten bei Wind und Wetter harte körperliche und anspruchsvolle Arbeit im Wald. Seit Generationen wirtschaften sie nachhaltig und verantwortungsvoll und erbringen wertvolle Ökosystemleistungen für die Gesellschaft.

Diese Leistungen sollen honoriert werden. Wir als CDU haben erkannt, wie es um den Wald steht und gehandelt. Es wurde ein 1,5 Milliarden-Hilfsprogramm für den Wald geschnürt und damit das größte Waldschutz und Aufforstungsprogramm in der Geschichte der BRD gestartet. Darüber hinaus setzen uns auch für die Honorierung der Ökosystemleistungen des Waldes ein.