Tourismus nach Corona - Chancen und Veränderungen

Gesprächsrunde mit Michael Donth MdB, Tourismusexperte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Mit Michael Donth, meinem Kollegen aus dem Nachbarwahlkreis Reutlingen, haben wir am Samstag in Bad Ditzenbach einen Streifzug durch die Tourismuslandschaft, wie sie sich nach Corona darstellen könnte, unternommen.
 
 
Mit Bad Ditzenbach, dem Ursprungsort der Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf waren wir im Herzen unserer Albtrauflandschaft, die Hans Schulz als stellvertretender Bürgermeister trefflich vorgestellt hat.
Wie sich unsere Tourismuslandschaft nach Corona darstellen könnte, welche Impulse hierfür aus der Politik kommen müssen, und wie die Tourismusbranche auf das wegen Corona geänderten Urlaubsverhalten reagieren könnte, hat uns Michael Donth anschaulich und wortreich aufgezeigt.

Die Corona-Pandemie hat Veränderungen im gesellschaftlichen Leben und teilweise im gesellschaftlichen Miteinander verursacht. Die Tourismusbranche war als eine der ersten massiv von der Pandemie betroffen und muss trotz des vielerorts wieder angelaufenen Reiseverkehrs in mehreren Segmenten weiterhin große Umsatzrückgänge verkraften.

Mit umfangreichen Hilfsangeboten für die Reisebranche konnten wir dazu beitragen, dass viele in ihrer Existenz bedrohte Unternehmen eine Überlebensperspektive bekommen haben. 

Der Tourismussektor wächst nicht nur schnell und beständig, er ist auch einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige der Gegenwart. Auch und gerade in Deutschland gehört die Tourismusbranche zu den ökonomischen Schwergewichten und größten Arbeitgebern. Die deutsche Tourismuswirtschaft ist vor allem mittelständisch geprägt: In Deutschland sind nach Branchenangaben über 2300 Reiseveranstalter, fast 4000 Busunternehmen und rund 11000 Reisebüros tätig. Darüberhinaus gibt es mehr als 222000 Unternehmen und mehr als 165000 gastronomische Unternehmen. 

Die Pandemie hat aufgezeigt, wo und in welcher Weise die Menschen ihre Lebensgewohnheiten in positiver Hinsicht verändern können. Diese Veränderungspotenziale zeigen sich insbesondere in der Freizeit- und Urlaubsgestaltung. So ist der Urlaub in Deutschland wieder richtig in Mode gekommen. Immer mehr Menschen erkennen die Attraktivität und die Schönheit unserer Städte und Landschaften. 

Diese Entwicklung spüren wir auch bei uns im Kreis Göppingen: Noch nie hat man so viele Wanderer und Fahrradfahrer in unserer Landschaft gesehen. Es zeigt sich, was Insider schon lange wussten: Unser Landkreis Göppingen ist eine hoch attraktive Region beispielsweise für Wanderer, Radfahrer, Tages- und Wochenendtouristen. 

Die Corona-Pandemie hat uns vor Augen geführt, dass die Nachfrage nach Angeboten für Urlaubs- und Freizeitgestaltung bei uns im Kreis erfreulich groß ist. 

Diese Potenziale gilt es zu nutzen und für die Zeit nach Corona die richtigen Schlüsse und Akzente zu setzen. Denn der Tourismus ist und bleibt wichtig für unsere wirtschaftliche Entwicklung - nicht nur im Hinblick auf Arbeits- und Ausbildungsplätze, sonder auch für die Attraktivität des ländlichen Raums.