Farm-to-Fork-Strategie der EU muss überarbeitet werden

Deutsche Ratspräsidentschaft nutzen

Anlässlich der beginnenden EU-Ratspräsidentschaft fordert der Bundestagsabgeordnete Hermann Färber (CDU) die im Mai vorgestellte Farm-to-Fork-Strategie der EU-Kommission anzupassen.  

 "Ziel der Farm-to-Fork Strategie der EU-Kommission ist es, ein gesundes und nachhaltiges Lebensmittelumfeld zu fördern. Dieses Ziel unterstütze ich als Agrarpolitiker der Union ausdrücklich. Allerdings sehen wir noch Anpassungs- und Verbesserungsbedarf."

 

Der zuständige Berichterstatter für EU-Themen im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft warnt davor, den Fokus der Strategie allein auf die Europäischen Mitgliedstaaten zu richten, da unsere Warenströme und der Handel global ausgerichtet seien, und auch Krankheitserreger und klimatische Auswirkungen sich nicht von Grenzen aufhalten ließen:

"Wir sollten uns immer bewusst machen, dass in der Europäischen Union mit die hochwertigsten, sichersten, nachhaltigsten und vielfältigsten Lebensmittel erzeugt werden. Deshalb muss die Farm-to-Fork-Strategie noch stärker mit konkreten Maßnahmen dafür Sorge tragen, dass unsere hohen Standards Modell und Vorbild für Drittländer werden."

 

Weiterhin sieht der Färber noch einige offene Fragen hinsichtlich der geplanten Reduktionsziele von Pflanzenschutz- und Düngemitteln. "Die Strategie sieht eine pauschale Reduktion dieser Mittel von bis zu 50 Prozent vor, es wird aber noch zu klären sein, ob dies für die gesamte EU oder jeden Mitgliedstaat gelten soll. Außerdem wäre es sinnvoll, die Reduktion würde sich nicht auf die angewendete Menge der Mittel, sondern auf das entstehende Risiko beziehen."

 

Ebenso müsse verhindert werden, dass es durch diese Reduktionsziele zu Marktverschiebungen innerhalb der Europäischen Union komme: "Die unterschiedlichen Ausgangssituationen und Verbesserungspotentiale innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten dürfen nicht zu einem Europa der verschiedenen Standards und Geschwindigkeiten führen. Das wäre kontraproduktiv."

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