Dezentrale Schlachtstrukturen als Ausweg aus der Systemkrise

Hermann Färber spricht sich dafür aus, dezentrale Schlachtstrukturen zu fördern

"Strategisch brauchen wir langfristig eine Regionalisierung der Schlachtbetriebe." Damit wäre es möglich, die Systemanfälligkeit in der Schlachtindustrie zu reduzieren.

Bei einer Vielzahl von regionalen Betrieben sei der Ausfall von einzelnen Kapazitäten wesentlich leichter zu verkraften und würde damit auch für die gesamte Versorgung mehr Sicherheit bieten.

Außerdem kommen dezentrale Schlachtstrukturen der gesellschaftlichen Forderung nach regionaler Lebensmittelerzeugung entgegen und sind wichtiger Bestand des Tierwohllabels, das von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner auf den Weg gebracht wurde und das ich ausdrücklich unterstütze.

Wir würden mehr Tierwohl erreichen, da vor allem die Transportwege verkürzt werden könnten. Lebendtiertransporte müssen so kurz wie möglich gehalten werden, wohingegen sich Schlachtkörper problemlos lagern und transportieren lassen.

In diesem Zusammenhang ist die  Europäische Union gefordert, Auflagen so zu gestalten, dass auch kleinere Schlachthöfe diese erfüllen und finanzieren können. Die gerade von der EU-Kommission vorgestellte Farm-to-Fork-Strategie wäre  eine gute Möglichkeit, solche dezentralen Strukturen zu schaffen.

 

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