Nominierung für die Bundestagswahl 2021

Hermann Färber mit fast 95 prozentiger Zustimmung erneut als Kandidat nominiert

"Die CDU-Mitglieder im Landkreis Göppingen haben mir mit fast 95 prozentiger Zustimmung ihr Vertrauen ausgesprochen. Ich freue mich sehr über das Ergebnis der Nominierungsversammlung für die Bundestagswahl 2021".  

"Ich bin den Mitglieder dankbar für ihr überaus großes Vertrauen in meine erneute Kandidatur und gehe jetzt mit viel Rückenwind und Energie in den Wahlkampf". 

Meinen Tätigkeitsbericht über meine Arbeit der vergangen Jahre sowie über meine zukünftigen Ziele finden Sie hier.


Meine komplette Rede zur Nominierungsversammlung des CDU-Kreisverbandes Göppingen können Sie im Folgenden nachlesen:
 

"Liebe Mitglieder des CDU-Kreisverbandes Göppingen,
sehr geehrte Damen und Herren,
verehrte (Ehren-)Gäste,

als CDU kommen wir heute zum achten Mal innerhalb der letzten vier Wochen zusammen.

Heute bewerbe ich mich erneut als Kandidat der CDU im Wahlkreis Göppingen, als Ihr Kandidat für die Bundestagswahl 2021.

Der Kreis Göppingen ist meine Heimat: hier bin ich geboren und aufgewachsen, hier lebe ich, und für das „Hier“ arbeite ich.

Hier vor Ort in meiner Heimat finde ich zurück zu Bodenständigkeit. Dieses „sich selbst wieder erden“ ist für mich persönlich und für meine Arbeit als Abgeordneter unabdingbar. Daraus schöpfe ich meine Kraft, um mich für ihre Anliegen einzusetzen.

Mein Motto ist: sichtbar, ansprechbar und erreichbar sein, Unterstützung geben und Lösungen finden.

Außer der Kreisgeschäftsstelle in Göppingen haben wir mit meinem Wahlkreisbüro in Süßen eine weitere, zentral im Kreis liegende Anlaufstelle.

Ich freue mich, dass sich die Menschen an uns wenden und uns Fragen stellen, weil es doch zeigt, dass sie uns als Unterstützer und Helfende ansehen.

 

Bereits am gleichen Tag, an dem ich die Beschwerdestelle für die Fahrgäste auf der Filstalbahn eingerichtet und publik gemacht habe, gingen die ersten Störungsmeldungen ein. Und in den folgenden Tagen stieg die Zahl auf mehrere hundert Meldungen an.

 

Auch das Hilfeersuchen der Schüler und Eltern des Michelberg-Gymnasiums hat mich erreicht. Deren positive Reaktion und Rückmeldung auf mein Hilfsangebot bestärkt mich, auch künftig an deren Seite zu stehen. Und unsere Kultusministerin Susanne Eisenmann steht zu ihrem Wort. Das hat sie mir erst kürzlich im Gespräch nochmals gesagt.

 

Ein Thema, was nicht nur Geislingen betrifft, sondern den gesamten Landkreis interessiert – Wie geht es weiter mit der B 10?

Ich kann Ihnen sagen: wir waren noch nie so weit wie jetzt:

·         Die Gelder sind im Bundeshaushalt bereitgestellt.

·         Der Gesehensvermerk für die Straßenplanung ist seit Dezember 2019 erteilt.

Entscheidend ist nun aber, dass wir nicht – wie schon einmal – Bauverzögerungen wegen einer Trassen- oder Tunneldiskussion bekommen. Selbstverständlich sind sachliche Diskussionen und Klageverfahren legitim. Wir müssen die zuständigen Behörden ordentlich ihre Arbeit machen lassen.

Aber wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass der Weiterbau im Plan bleibt, und Geislingen entlastet wird.

 

Gleiches gilt für den Ausbau der A 8. Es ist beschlossen, dass die Finanzierung zu 100 % aus Bundesmitteln kommt. Das Thema „ÖPP“ ist also vollständig vom Tisch.

 

Seit Beginn meines Mandats 2013 stehe ich in ständigem Kontakt mit dem Bundesverkehrsministerium in Sachen A 8 und B 10. Und selbst, wenn es in diesen Gesprächen mal Ungereimtheiten gibt, habe ich keine Scheu, mich für einen zügigen Ausbau einzusetzen.

Gut ausgebaute Straßen sind die Lebensadern für unsere Wirtschaft.

Und die Wirtschaft war bis März 2020 im Aufschwung: sieben schuldenfreie Haushalte seit 2014 und eine niedrige Arbeitslosenquote von konstant um die fünf Prozent bescherten der deutschen Wirtschaft eine gute Auftragslage.

Von der soliden, unionsgeführten Finanzpolitik der vergangenen Jahre haben auch Rentnerinnen und Rentner profitiert.

 

Dann kam Corona: Von heute auf morgen stand unser wirtschaftliches und gesellschaftliches Leben still.

 

Die Bundesregierung musste schnell reagieren:

Kabinett, Bundestag und Bundesländer beschlossen in Eilverfahren Regelungen, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen und die Einbrüche in der Wirtschaft mit Soforthilfeprogrammen abzufedern.

Am Anfang gab es Besorgnis und Anlaufschwierigkeiten.

Es gab die Befürchtung, dass unser Gesundheitssystem überlastet werden könnte. Banken und Arbeitsämter waren von der Menge der Kreditanfragen und Kurzarbeitanträgen überflutet.

 

Mit den Banken habe ich gleich zu Beginn telefoniert, und diese berichteten mir:

„Was gestern noch unmöglich war, ist heute schon machbar geworden.“

 

Unser Gesundheitssystem hat den ersten Belastungstest bestanden. Bisher sind die Kapazitäten nicht ausgeschöpft.

Die ersten Schutzmaßnahmen haben Wirkung gezeigt.

Auch die viel diskutierte Mund-Nasen-Bedeckung hat positiv dazu beigetragen.

 

Leider sind Teile der Bevölkerung nachlässig im Umgang mit den Abstands- und Hygieneregeln geworden. Dies besorgt mich ehrlich gesagt.

 

Eine Maske zu tragen ist für mich kein Anzeichen von Schwäche oder Verlust der Freiheitsrechte durch ein angeblich diktatorisches System.

Das Tragen einer Maske bedeutet für mich Rücksichtnahme gegenüber anderen, möglicherweise gesundheitlich Schwächeren in der Gesellschaft.

 

Denn die wichtigste Aufgabe ist es nach wie vor, weitere Ausbrüche von Infektionsgeschehen durch Schutzmaßnahmen und Testungen so weit wie möglich zu verhindern.

Gerade jetzt, wenn die Menschen aus dem Urlaub zurückkommen.

 

Welche Rolle Homeoffice und Homeschooling noch spielen, wird man dann sehen.

Ich glaube, dass das Arbeits- und Familienleben in Teilen anders sein wird – zumindest für eine bestimmte Zeit.

Eltern und Kinder benötigen fürs Arbeiten und Lernen ein breit verfügbares, schnelles Internet. Der Bund vereinfacht daher sein Förderprogramm und erweitert die Ausstattung des Digitalpakts „Schule“.

 

Haben Eltern in Kurzarbeit Einbußen beim Elterngeld?

Auch diese Frage wurde mir oft in meinen Telefonsprechstunden gestellt. Ich bin froh, dass wir im Bund festgelegt haben, dass corona-bedingtes Kurzarbeitergeld keine negativen Auswirkungen auf den Elterngeldbezug hat.

 

Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Pflegedienste und pflegende Angehörige sehen sich in der Corona-Zeit einer besonderen Herausforderung gegenüber.

 

Viele fragen mich, wie sie ihr Leben jetzt und künftig bewältigen können, wenn sie zu pflegende Angehörige versorgen müssen?

 

Wir haben in der jetzigen Legislatur richtungsweisende Maßnahmen für die Pflege beschlossen.

Allerdings müssen wir hier noch weiteren Sand aus dem Getriebe kehren:

·         bessere Arbeitsbedingungen,

·         besseres Image,

·         bessere Entlohnung für diejenigen, die sich um die Schwachen und Kranken in unserer Gesellschaft kümmern.

 

Die Frage, was uns Gesundheit und Pflege wert ist, müssen wir als Politik aber auch als Gesellschaft beantworten.

 

In meiner Familie leben immer noch drei Generationen unter einem Dach. Das ist ja heute fast schon ungewöhnlich. Aber es ist Ausdruck des Solidaritäts- und Subsidiaritätsprinzips. In diesem Fall heruntergebrochen auf den Kern unserer Gesellschaft: nämlich die Familie.

Hier gilt, genauso wie in der Wirtschaft: Der Stärkere unterstützt den Schwächeren.

Wir dürfen aber den Stärkeren nicht überfordern. Sonst ist dieser nicht mehr leistungsfähig. So verstehe ich zumindest soziale Gerechtigkeit.

 

Als Union müssen wir nun zeigen, dass wir einen Plan für die Zeit nach dem Lockdown haben.

Mit dem Konjunkturpaket mit Hilfen für alle Wirtschafts- und Gesellschaftsbereiche haben wir einen ersten wichtigen Schritt getan. Natürlich helfen nicht alle Maßnahmen jedem, aber für möglichst alle, die Hilfen brauchen, ist etwas dabei.

Genaueres können Sie in meinem Tätigkeitsbericht nachlesen. Sie finden ihn auf Ihren Plätzen.

Wir müssen auch weiter denken. „Klima schützen, Schöpfung bewahren.“, so lautet eine meiner Überschriften in meinem Tätigkeitsbericht. Die Bewahrung der Schöpfung ist eines der ureigensten Ziele der CDU. Klima- und Umweltschutz stehen weit oben auf unserer Agenda.

 

Ich habe nichts gegen die Demonstrationen. Im Gegenteil. Ich finde es gut, wenn sich auch junge Menschen mit politischen und gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen.

 

Ich persönlich habe nichts gegen die Fridays-for-Future-Bewegung. Ich habe mich mit Teilen der Bewegung in meinem Büro ausgetauscht: mit den Jugendlichen, deren Eltern und Großeltern, also den Parents und Grandparents for Future.

 

Tatsache ist aber: Nachhaltigkeit besteht nicht nur aus Ökologie, sondern hat drei Säulen: Ökologie, Ökonomie und Soziales.

 

Es ist dem Klima ja nicht gedient, wenn in einem Land mit hohen Standards noch höhere Standards aufgesattelt werden, und dadurch Produktion und Arbeitsplätze in Länder mit deutlich niedrigeren Standards abwandern. Das nützt doch dem Klima nichts.

Ich hatte viele Gespräche mit CDU-Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern über dieses Thema.

 

Auch zu der Frage: Wie nachhaltig ist ein Produkt hergestellt worden?

 

·         Thema „Umweltstandards“: Welchen ökologischen Fußabdruck hinterlässt ein Produkt im jeweiligen Herstellungsland?

80 % der globalen Abwässer gehen nach wie vor ungeklärt in die Öko-Systeme.

 

·         Thema „Sozialstandards“:

o   Stichwort Mindestlohn,

o   Stichwort Kinderarbeit,

o   Stichwort soziale Absicherung.

 

Das Bewusstsein und die Bereitschaft, dass jeder selbst – ohne großen Aufwand – etwas zum Klimaschutz beitragen kann, sind da.

Dabei gewinnt auch das regionale Produkt wieder mehr an Wert.

 

Für mich ist Ökologie erst dann nachhaltig, wenn sie bezahlbar ist und den Menschen Perspektiven bietet.

 

Die CDU ist das Fundament für einen stabilen Staat – in jeder Hinsicht:

·         bei der inneren Sicherheit,

·         bei der Wirtschaft,

·         beim digitalen Wandel und

·         beim Sozialen.

 

Die große Frage ist: Wie geht es mit und nach Corona weiter?

 

Wir müssen alles daran setzen, einen weiteren Lockdown zu verhindern, weil schwer abzuschätzen ist, wie unser Land weitere wirtschaftliche und gesundheitliche Rückschläge abfedern kann.

 

Die Krise haben wir meiner Ansicht nach bis jetzt gut gemeistert.

Nun geht es darum, unsere Kernkompetenzen zu bewahren und gleichzeitig weiter zu entwickeln.

 

Wir brauchen eine ausgewogene Politik, die die Generationengerechtigkeit im Blick hat. Wir müssen in die jungen, nachkommenden Generationen investieren.

Für eine gute Bildung, für sichere, zukunftsfähige Arbeitsplätze.

Damit meine ich sowohl den Akademiker als auch den Handwerker: Man muss ein Haus nicht nur planen, sondern auch bauen und renovieren.

 

Generationengerechtigkeit heißt, dass junge Menschen Perspektiven und Chancen haben. Dazu gehört natürlich die Bewahrung der Schöpfung.

Es bedeutet jedoch ebenso, dass die junge Generation nicht von den Schulden der Eltern und Großeltern erdrückt wird. Dazu gehört aber auch, dass diejenigen, die die Voraussetzungen für diese Perspektiven schaffen im Alter ebenfalls angemessen und gut versorgt sind.

 

Entscheidend für unsere künftige Lebensqualität und unseren Wohlstand wird sein, dass wir die Investitionen für Gesundheit, Forschung, Digitalisierung und Klimawandel so einsetzen, dass sie bei den Menschen ankommen.

  

Der Staat, die Parlamente, die Regierung, Gesetze und Forschungsergebnisse müssen den Menschen dienen – nicht andersrum.

 

Das gesellschaftliche Miteinander, der gegenseitige respektvolle Umgang untereinander werden darüber entscheiden, wohin wir uns als Gesellschaft entwickeln.

 

Das Skandalisieren von Themen und das Verbreiten von Fake News darf nicht zu einer Spaltung der Gesellschaft führen:

·         in arm gegen reich,

·         in alt gegen jung,

·         in Stadt gegen Land.

 

Wir brauchen keine Spaltung, sondern wir brauchen eine Gesellschaft, die zusammenhält.

Wenn ich sage: Ich will als Abgeordneter „Politik für und mit den Menschen machen“, dann meine ich das auch so.

 

Regional verwurzelt, den Grundwerten der CDU verpflichtet und mit eigenem Kopf – so bin ich, so werde ich bleiben.

 

 

Ich bin bereit, die kommenden Herausforderungen anzunehmen und – gemeinsam mit Ihnen – für das Direktmandat der CDU im Wahlkreis Göppingen für die kommende Legislaturperiode zu kämpfen.

 

Dafür bitte ich Sie um Ihr Vertrauen und Ihre Stimme.

 

Vielen Dank".



Es gilt das gesprochene Wort. 

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