Mehr Vielfalt in der Natur zum Schutz der Bienen und anderen Insekten

Am 17. Mai macht das BMEL mit einem Aktionsprogramm unter dem Motto: "Blüht hier was? Stadt und Land gemeinsam für Bienen!" auf den ersten Weltbienentag der Vereinten Nationen aufmerksam, der am 20. Mai stattfindet.

Der zuständige Berichterstatter im Ausschuss Ernährung und Landwirtschaft Hermann Färber dazu:

„Bienen sind für die Nahrungskette des Menschen und für unser Ökosystem unverzichtbar. Rund 560 verschiedene heimische Wildbienenarten sichern die biologische Vielfalt. Sie bestäuben Wild- und Kulturpflanzen und verhelfen ihnen so zu mehr Früchten. Allerdings ist seit einigen Jahren allgemeiner Artenrückgang nachweisbar, speziell bei den Wild- und Solitärbienen. Die von der Radboud-Universität in Nijmwegen geleitete sogenannte „Krefelder-Studie“ zum Insektensterben hat daher im letzten Jahr für Aufsehen gesorgt. Was jedoch genau die Ursachen des flächendeckenden Insektensterbens sind, blieb nach dieser ersten Langzeitstudie dieser Art weiterhin ungeklärt, denn die Gründe für den Rückgang der Artenvielfalt sind vielfältig. Es gibt in diesem Zusammenhang keine Monokausalität. Neben einer veränderten Landnutzung, kommen ebenso globale Flächenversiegelungen, Klimaveränderungen, längere Trockenperioden, eine Zunahme des Verkehrs und eine verstärkte Lichtverschmutzung als Gründe in Betracht.

Der Bienen- und Insektenschutz hat für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion besondere Priorität. In dieser Legislaturperiode setzen wir uns daher mit gezielten Maßnahmen für einen verstärkten Insektenschutz ein: Das Aktionsprogramm Insektenschutz wird die Ursachenforschung des Insektenrückgangs intensivieren, und zentrale Ursachen des Insektensterbens bekämpfen, dazu gehören die Wiederherstellung und Vernetzung von Insektenlebensräumen ebenso wie eine effiziente und nachhaltige Ackerbaustrategie. Ein Innovationsprogramm für digital-mechanische Methoden wie z. B. zur Unkrautbekämpfung und Bodenlockerung soll dazu beitragen, den Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln wirksam zu reduzieren.

Mit dem Imkereiprogramm Deutschland 2017-2019 soll zudem die Anzahl der Imker gesteigert werden, um weiterhin die flächendeckende Bestäubung zu gewährleisten und das Prinzip der Rationalität und Qualität des deutschen Honigs zu erhalten.

 

Für mehr Biodiversität kann jedoch jeder einzelne von uns etwas tun, das Nahrungsangebot für Bienen zu sichern. Wer für den Garten oder Balkon bienenfreundliche Pflanzen wählt, wie Astern, Flockenblumen oder Phacelien und Obstbäume bzw. -Sträucher pflanzt, wie Apfelbäume oder Himbeerhecken, weniger den Rasen mäht, so dass auch Löwenzahn und Klee wachsen, kann auf diese Weise einen großen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten. Ich möchte alle Menschen dazu auffordern, zukünftig im Garten ein paar Quadratmeter für Blühpflanzen einzuräumen, die Nischen und Lebensräume für Bienen und andere Insekten bieten.“

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