Weltbienentag

Bienen- und Insektenschutz trägt zur Ernährungssicherung bei

Insekten wie Bienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen sind für unser Ökosystem unverzichtbar, denn sie tragen maßgeblich zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei. Ein Drittel unsere Lebensmittel entsteht durch ihre Bestäubungsleistung, aber sie verhilft auch den Wildpflanzen dazu, Samen auszubilden und Früchte zu tragen, die wiederum als Nahrungsgrundlage vieler Tierarten dienen. Um auf die Bedeutung der Bienen und den Insektenrückgang aufmerksam zu machen, hat die UN den 20. Mai daher zum Weltbienentag ausgerufen.

"Der seit Jahren nachgewiesene Artenrückgang, insbesondere bei den Wild- und Solitärbienen hat viele Ursachen, die immer noch nicht wissenschaftlich geklärt sind. Es gibt in diesem Zusammenhang keine Monokausalität. Neben einer veränderten Landnutzung, kommen ebenso globale Flächenversiegelungen, Klimaveränderungen, längere Trockenperioden, eine Zunahme des Verkehrs, Windkrafträder und eine verstärkte Lichtverschmutzung als Gründe in Betracht.

Wir benötigen daher eine umfassende Forschung zum Thema Insektenrückgang, gleichzeitig gilt es aber zu handeln. Aus diesem Grund hat der Bienen- und Insektenschutz für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion besondere Priorität und wir setzen uns mit gezielten Maßnahmen dafür ein.

 

So beinhaltet die Ackerbaustrategie des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung Leitlinien für eine Reduktion von Pflanzenschutzmitteln und eine verstärkte Biodiversität in der Landwirtschaft.

 

Bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln bewertet ein eigenes Institut für Bienenschutz, das am Julius Kühn-Institut angeschlossen ist, die Gefährlichkeit für Bienen, untersucht Bienenvergiftungen und treibt die Forschung zum Bienenschutz voran.

 

Das Landwirtschafts- und Umweltministerium, fördern gemeinsam mit Landwirtschaftsverbänden und Wissenschaft das Projekt "Für Ressourcen, Agrarwirtschaft & Naturschutz mit Zukunft". Diese sogenannten F.R.A.N.Z.-Projekte zeigen in vielen Regionen Deutschlands, wie sich Artenschutz und Landwirtschaft vereinen lassen.

 

Aber auch auf europäischer Ebene gibt es wesentliche Maßnahmen, die dem Ziel der biologischen Vielfalt und damit dem Insektenschutz dienen. Bereits heute gibt es in der Gemeinsamen europäischen Agrarpolitik (GAP) zahlreiche Elemente zugunsten der biologischen Vielfalt wie Greening/Agrarumweltprogramme. Diese werden bei der jetzigen Reform durch den Baustein der "Grünen Architektur" intensiviert und ausgebaut. Dazu gehört die Förderung von Blühstreifen, Ausgleichsflächen oder Heckenpflanzungen. Auch der europäische „Green-Deal“ und der dazugehörige Part der „farm-to-fork“-Strategie verfolgen dieses Ziel.

 

Allerdings ist nicht nur die Landwirtschaft gefragt, jeder von uns kann seinen Beitrag leisten, wenn es darum geht, biologische Vielfalt zu erhalten und Bienen zu schützen. Von der Aster über die Ballonblume bis hin zur Zitronenmelisse, die Vielfalt an bienenfreundlichen Pflanzen ist groß und die meisten Gartencenter bieten inzwischen zu diesem Thema besondere Informationen und Hinweise an ihren Produkten. Deshalb sollte es am besten überall blühen, auf dem Balkon ebenso wie im eigenen Garten, und ich möchte alle Menschen dazu auffordern, zukünftig im Garten ein paar Quadratmeter für Blühpflanzen einzuräumen, die Nischen und Lebensräume für Bienen und andere Insekten bieten.

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